Aktuelles in Weißenberg und Umgebung
Nr. 13/10 Freitag, 20. August 2010 Jahrgang 2010
Das nächste Amtsblatt "Weißenberg aktuell" erscheint am Freitag, dem 10. September 2010. Wir bitten Beiträge und Annoncen bis zum 06. September in der Stadtverwaltung einzureichen. Das übernächste Amtsblatt erscheint dann vorraussichtlich am 1. Oktober.
Erster Schultag trotz Dauerregen nicht ins Wasser gefallen

Herzlichen Glückwunsch an 20 ABC-Schützen, die ab diesem Jahr in die Grundschule Weißenberg gehen und dort als neue Klasse 1 das Lesen, Schreiben, Rechnen und vieles mehr beigebracht bekommen, und das unter fach- und sachkundiger Anleitung der Klassenlehrerin Frau Hentschel. Wir wünschen den Erstklässlern und der Lehrerin viel Freude und Erfolg bei dieser wichtigen Aufgabe, welche nunmehr einen neuen Lebensabschnitt für die Kinder eingeleitet hat. Das Wichtigste war natürlich an diesem Samstag die Zuckertüte, die die Kinder bei der Schuleingangsfeier erhielten und die damit die ersten Schultage oder –wochen versüsst, bis dann der normale „Schultrott“ einziehen wird. Wegen Dauerregen konnte in diesem Jahr kein Klassenfoto vor der Grundschule „geschossen“ werden. Es musste alles in das Klassenzimmer verlegt werden und der Regenschirm war vom Schützenhaus bis zur Schule der notwendige Begleiter. Trotzdem, den Kindern hat´s Spaß gemacht.
Nachfolgend die Namen der Erstklässler, die nun durch Klassenlehrerin Frau Hentschel auf den Weg ins Leben vorbereitet werden:

Katja Bimmrich Nadja Sophie Böhme Leonie Brade Clemens Eger
Monique Ulrike Erdmann Paula Jolina Groß Erik Grunwald
Marcus Gundel Damian Hübner Maris Idzinski Michelle Jonietz
Lena-Sophie Käßler Janis Krug Leonie Lips Aaron Lux
Alfons Mittasch Benjamin Raschke Mara Raußendorf
Dawid Patryk Tropper Nico Weigt
Hochwasser hat auch Weißenberg und seine Ortsteile nicht verschont
Während das im Jahr 2002 in Sachsen aufgetretene Hochwasser schlechthin als „Jahrhundertflut“ bezeichnet wurde, es richtete damals unheimliche Zerstörungen vor allem im Bereich der Elbe und Mulde an, unser Bereich wurde dazumals relativ verschont, erinnerte das Augusthochwasser vor wenigen Tagen schon an das von 1981, welches hier als „Jahrhunderthochwasser“ bezeichnet wird. So plötzlich und schnell, wie die Wassermassen in den Abendstunden des 7. August „anrückten“, war das vorher noch nie gewesen und auch nicht so vorauszusehen. Den ganzen Lauf entlang des Löbauer Wassers von Grube bis zur Schkademühle waren bis Sonntag große Teile “Land unter“ und richteten vor allem entlang der alten, aber auch der produzierenden Mühlen viel Schaden an, wobei von finanziellen Schäden der größte aus der Belgerner Schkademühle gemeldet wurde. Aber auch alle anderen Schäden, angefangen in der Grub’schen Mühle, dem Sägewerk Schade, der GEHA-Mühle Weißenberg und dem technischen Denkmal Niedermühle sind schlimm und die Besitzer haben noch lange Zeit mit Dreck und Schlamm zu kämpfen, ebenfalls mit den finanziellen Folgen. Aber auch in Drehsa schoss das sonst so ruhig dahinplätschernde Steindörfler Wasser über die Ufer und überschwemmte weite Teile. Für die Stadt resp. die AWG wurde ein hoher Schaden in der Kläranlage Wurschen angerichtet. Dort hat es eins der für die Abwasserentsorgung vorhandenen Module mit Technik einfach aus seiner Fassung gerissen, der Schaden beträgt ebenfalls mindestens 20 T€.
Ein Dank der Stadtverwaltung geht hier an alle freiwilligen Helfer und die Angehörigen der Feuerwehr und des Bauhofes, die an diesem Wochenende notgezwungen, aber stets einsatzbereit und engagiert in Tag- und Nachteinsätze waren.
Nachfolgend ein paar Fotos, wo wir hoffen, so etwas nicht so schnell wieder in ähnlicher Form zeigen zu müssen. Einige dieser Fotos, die aus Wasserkretscham, wurden uns dankenswerterweise von Sandro Michel zur Verfügung gestellt. Dazu auch ein kleiner Bericht von Sandro Michel, der die Besonderheiten des winzigen Ortsteiles Wasserkretscham, den zugleich noch die Landkreisgrenze von Bautzen und Görlitz durchschneidet, an diesem Wochenende beobachtet hat.
  
(Hoch-)Wasserkretscham – zwei Gemeinden , zwei Zuständigkeiten
In den Abend- und Nachtstunden des 7. August 2010 stieg der Pegel des „Löbauer Wassers“ infolge des Dauerregens am Samstag auch in Wasserkretscham bedrohlich an. Die Folge: der Fluss verließ sein Bett und überschwemmte Wiesen und in der Nähe liegende Grundstücke wie das Sägewerk Schade im Weißenberger Ortsteil (Landkreis Bautzen).
Während die Kameraden der Ortsfeuerwehren Weißenberg & Maltitz samstags wie auch sonntags unermüdlich versuchten, Familie Schade bei der Eindämmung bzw. Bekämpfung der Wassermassen zu unterstützen, waren die im Vierkirchener Ortsteil Wasserkretscham (Landkreis Görlitz) befindlichen Grundstückseigentümer auf sich allein gestellt. Besonders betroffen hier das Margarethe Schade gehörende und von Familie Müller bewirtschaftete Anwesen. Hühner- und Kaninchenstall sowie Garten wurden von der braunen, stinkenden Brühe überflutet. Ein Huhn & zwei Kaninchen ertranken. Das Wohnhaus blieb glücklicherweise verschont und Menschen kamen nicht zu Schaden. In den Nachmittagsstunden des 8. August hatte Otto Müller sein weg geschwommenes „Handwerkszeug“ zum größten Teil selbst wieder gefunden und in Eigenregie das Gelände von Schlamm & Dreck gesäubert. Aufnahmen & Film unter: www.parkfest-maltitz.de.
Samstag, den 7. August 2010 in und um Weißenberg
  
Auch die Fotos von der unter Wasser stehenden Niedermühle in Weißenberg, die 1981 das letzte Mal so ein schreckliches Desaster erlitt, sind hier zu sehen und wurden uns von Frau Marluies Vogel zur Verfügung gestellt. Und das alles ausgerechnet am betreffenden Sonnabend Abend, wo dort zur großen Oldie-Party eingeladen war, die dann leider aus bekannten Gründen abgesagt werden musste.
Aber: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!
Wie Frau Vogel mitteilte, wird die Oldie-Party nachgeholt, und zwar am Samstag, dem 2. Oktober, im Schützenhaus. Der Erlös davon kommt der Beseitigung der Hochwasserschäden zugute. Alle Oldiefreaks sind herzlich eingeladen. Im nächsten Amtsblatt wird dazu genaues bekannt gegeben.
Informationen aus der Stadtratssitzung vom 16. August
Eine relativ kurze Tagesordnung war im öffentlichen Teil der Stadtratssitzung am vergangenen Montag abzuarbeiten. Der Hauptteil für die Stadträte lag in vorher angesetzten Besichtigungen. So informierten sich die Stadträte in Buchholz an Ort und Stelle im provisorischen Kindergarten, der als Ausweichobjekt für den Weißenberger Kindergarten dient, in dem bereits seit Tagen fleißig entkernt wird und wo in Kürze eine „Großbaustelle“ sein wird.
Die zweite Besichtigung fand dann in der ehemaligen Mittelschule Weißenberg statt, die ebenfalls bereits zu großen Teilen entkernt ist und die, wenn Fördermittel aus dem ILEK-Programm fließen sollten, zum „Abschuss“ freigegeben werden soll.
o Dieser Grundsatzbeschluss wurde dann auch im öffentlichen Teil der Sitzung gefasst. Die Ingenieure von IBOS Görlitz bereiten diese Maßnahme zur Beantragung vor, damit spätestens 2011 das Gebäude abgerissen werden kann. Gleichzeitig ist mit diesem Beschluss aber auch die Auflage verbunden, das Heizungsproblem im öffentlichen Bereich dort zu klären. Bis jetzt werden ja vom Heizhaus der alten Mittelschule, welches ebenfalls mit abgebrochen werden soll, Freie Schule und Turnhalle beheizt. Da bezüglich der Baumaßnahme am Kindergarten sowieso ein BHKW geplant ist, sollten künftig von dieser einzigen Heizungsstelle alle öffentlichen Gebäude wie Kita, Schützenhaus, Grundschule, Turnhalle und Freie Mittelschule beheizt werden. Dies wird derzeit durch Fachleute untersucht.
o Vergeben wurde die Teilinstandsetzung von zwei Teilstücken der Wuischker Straße, wo der Frost im Winter ganze Arbeit geleistet hat und sich zwei große Stücken in „ Wohlgefallen „ aufgelöst haben Ein Ausflicken ist hier nicht mehr möglich und so müssen geplante Mittel des Haushaltes dort eingesetzt werden. Für Brutto 10,5 T€ wurde der Auftragsvergabe an die Fa. Soldan zugestimmt. Ebenfalls wurden Mehrausgaben in diesem Bereich von 6 T€ zugestimmt.
o Ein weiterer Tagesordnungspunkt, die Widmung eines Straßenstückes in Gröditz, wurde vom Bürgermeister von der Tagesordnung genommen. Hier ist noch Klärungsbedarf erforderlich, ehe der Stadtrat entscheiden kann.
In einem nichtöffentlichen Teil ging es danach um eine Problemdiskussion zwischen dem Stadtrat und allen Standort- bzw. Ortswehrleitern der Freiwilligen Feuerwehr sowie der Stadtwehrleitung. Dieser Teil wurde von Herrn Gerald Svarovsky, quasi als unbefangener Kenner der Szene, moderiert.
Jahresurlaub Bürgermeister
Wegen Jahresurlaub ist Bürgermeister Staude in der Zeit vom 6. bis 24. September nicht im Rathaus. Im Amt wird er in dieser Zeit von Frau Zimmermann bzw. Herrn Eßlinger vertreten. In anderen Angelegenheiten ist die stellv. Bürgermeisterin Frau Müller ebenfalls Ansprechpartner.
Mobilbagger T 174 zu verkaufen
Die Stadtverwaltung gibt aus ihrem Bestand einen alten Mobilbagger T 174 ab. Er ist derzeit nicht einsatzbereit. Abzugeben sind dazu ebenfalls zwei Anbaugreifer. Zu besichtigen ist der T 174 über Herrn Johannes Bitterlich, Stadtverwaltung Weißenberg. Angebote sind bis 3. September schriftlich an Bürgermeister Staude zu richten.
Einladung zur Ortschaftsratssitzung
Die nächste öffentliche Sitzung des Ortschaftsrates Wurschen/Drehsa ist am Dienstag, d. 7. September 2010, 19:00 Uhr im Gerätehaus Wurschen.
Interessierte Bürger sind dazu freundlichst eingeladen.
Tschipke
Ortsvorsteher
Dankeschön des Ausschusses der Ortsfeuerwehr Weißenberg
Der Ausschuss der Ortsfeuerwehr Weißenberg und Ortswehrleiter Bedrich bedanken sich auf diesem Wege bei allen freiwilligen Helfern, die am Wochenende 7./8. August unermüdlich bei der Bekämpfung des Hochwassers und der Beseitigung der Folgen mitgeholfen haben. Besonderen Dank gilt den Kameraden der Ortswehr Weißenberg, den Mitarbeitern des Bauhofes, Herr Eßlinger von der Stadtverwaltung, aber auch den betroffenen Anwohnern, die mit Besonnenheit diese schlimme Situation meisterten.
Der Ausschuss der
Ortswehr Weißenberg
Eine Information an die Nostitzer
An dieser Stelle soll eine kurze Sachstandsinformation an die Nostitzer Einwohner gehen, die zum großen Teil eigentlich schon darauf warten, dass Bauarbeiten im Abwasser- und Straßenbereich losgehen. Nach Rücksprache mit dem Ingenieurbüro ist nun folgender Sachstand:
- Die Abwasserfördermittel sind ja, wie bekannt, durch den vorhandenen Fördermittelbescheid sicher.
- „Gehapert“ hat es bis jetzt an den Fördermitteln für den Straßenbau, wo ja der Landkreis mit „im Boot“ sitzt. Auch dieser musste Fördermittel bei der Landesdirektion beantragen und das Ingenieurbüro musste mehrere Änderungen einreichen, bis es in den richtigen „Rahmen“ passte. Es wird erwartet, dass auch der Landkreis nunmehr noch im August die Fördermittel für den Straßenbau erhält.
- Ansonsten liegen die Unterlagen da und warten quasi auf Ausschreibung und Vergabe.
Durch dieses Prozedere hat sich leider alles etwas nach hinten „geschoben“, ist aber nicht „aufgehoben“
EineInformation an die Gröditzer
Wie uns das Bautzner Ingenieurbüro Exner und Schramm, welches im Auftrag des Landkreises arbeitet, mitteilte, sollen noch in diesem Jahr große Teile der Kreisstraße K 7230 im Hocheinbau erneuert werden.
Das geht von der bereits erneuerten Decke etwa bei Baukilometer 0+700 von der S111 (Bautzen-Weißenberg) bis zum Knotenpunkt K 7230/ Straße nach Weicha, und von dort bis zur Einfahrt Sportplatz Gröditz, wo der Beginn der mit dem Neubau der Schmutzwasserkanalisation bereits ausgebauten Decke ist.
Die Bauzeit soll in der 40./41. KW sein (4. bis 15.10.2010) Gebaut muß unter Vollsperrung der Straße werden, wobei in dieser Zeit Umleitungen über Nechern bzw. Wuischke genutzt werden müssen.
Bei Rückfragen erreichen Sie Herrn Müller vom Ingenieurbüro unter 03591/ 375718.
Zur Information sei weiterhin gesagt, dass uns bekannt ist, dass das innerörtliche Stück der Straße (Neue Straße) bis Ortsausgang ebenfalls in der Planung ist, dies aber sicher erst 2011 realisiert werden kann.
Ihr Bürgermeister
Michael Staude
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