Kultur / Tourismus
In Weißenberg kann man das einzige und älteste in Europa noch vorhandene technische Museum "Alte Pfefferküchlerei" besuchen. Das Museum zeigt die sozial-ökonomische Entwicklung eines einst weitverbreiteten bodenständigen Handwerks, welches heute bis auf wenige Ausnahmen von der Industrie und der Feinbäckerei abgelöst worden ist.
Das technische Museum ging nach über 250-jährigem Familienbesitz in das Eigentum der Stadt Weißenberg über.
Am 14.09.1941 wurde die damalige Pfefferküchlerei unter Denkmalschutz gestellt und als Museum geöffnet. Fungierte es in den Jahren der Nachkriegszeit auch als Wohnhaus, so ist es 1961 wieder als Museum eingeweiht und von 1986 bis 1990 denkmalpflegerisch saniert worden. Als Anerkennung erhielt es dafür 1992 die Auszeichnung EUROPA NOSTRA.
Seit dem 1. Mai 2004 wird das Museum durch den Förderverein Museum Alte Pfefferküchlerei Weißenberg e.V. betrieben. www.museum.stadt-weissenberg.de
Direkt gegenüber befindet sich auf dem Marktplatz das barocke Rathaus, welches 1994 saniert wurde. Das Obergeschoß des Rathauses kann über eine den Rathausturm umlaufende Wendeltreppe erreicht werden.
Der Turmaufgang wurde vor Jahrzehnten mit Glyzinie bepflanzt, welche jedes Jahr im Frühsommer das Rathaus verziert. In vergangenen Zeiten diente das Rathaus Weißenberg als königliches Gerichtsamt, Sparkasse, Wohnung, Mehlgroßhandlung, Freibank, Post, Ortskrankenkasse, Polizeistation, SVK sowie Feuerwehrdepot. Jetzt befindet sich die gesamte Stadtverwaltung einschließlich Einwohnermeldeamt, Standesamt und Abwasserbeseitigungsgesellschaft in diesem Gebäude.
Der große Saal des Schützenhauses, welcher als Begegnungsstätte für die Weißenberger Bürger stehen soll, wurde im Jahr 1995 nach umfangreichen Baumaßnahmen sowie Anbau eines Sanitärtraktes und einer Bar wiedereröffnet. In ihm finden Theater, Kabarett, Tanzabende und andere Veranstaltungen statt. Auch für Konferenzen ist der Saal nutzbar.
In der Talsenke des Löbauer Wassers liegt die Niedermühle Weißenberg, nach ihren ehemaligen Besitzern auch Rudolphmühle genannt. Aus alten Unterlagen geht hervor, daß an dieser Stelle bereits vor über 300 Jahren eine Mühle betrieben wurde.
Südlich des Weißenberger Schützenhauses ist es möglich, in herrlicher Natur im Auenwald Bernau, wandern zu gehen. Ebenso lädt die Lausker Schanze zu gemütlichen Spaziergängen ein. Östlich von Särka können vom Stromberg (265,4m über NN), mit einem weiten Blickfeld von Bautzen bis zum Czorneboh, schöne Aussichten genossen werden.
In Nostitz befindet sich neben der Kirche eine dem Verfall preisgegebene alte Schloßruine.
Eine Besichtigung wert sind auch in Gröditz eine Kirche und ein Schloß. Nebenher kann auch hier der Wanderer seinem Hobby in der Gröditzer Skala nachgehen.
Erst in jüngster Zeit wurde in Wurschen das alte "Wasserschloß" frisch renoviert und teilweise der Öffentlichkeit wieder zur Nutzung zur Verfügung gestellt. In den Jahren der Befreiungskriege um 1813 hielten sich hier alliierte Heerrlager auf, die gegen die napoleonischen Streitmächte kämpften. Der russische Zar Alexander I. sowie der preußische König Wilhelm III. hatten im Schloß ebenso für kurze Zeit ihren Aufenthaltsort.
Das Drehsaer Schloß mit reizvollem Park und die Drehsaer Schweiz sind interessante Ausflugsziele im westlichen Teil der Stadt Weißenberg.
Für Radfahrer, Spaziergänger und vor allem Naturliebhaber bietet sich das Teichgebiet in Nechern an. Besuchen kann man im Ort auch das Museum des sorbischen Malers und Schriftstellers Mercin Nowak, der vor allem durch seine Illustrationen der berühmten "Krabat"-Sage und vieler Kinderbücher und Sagen der Lausitz bekannt ist.
Einen stichpunktartigen, bebilderten Überblick finden Sie unter Sehenswürdigkeiten. Nähere Informationen zu den einzelnen Ortschaften erhalten Sie unter Ortsteile. |